Pädagogische Fachzeitschriften 2006

Jochen Wissinger

Rolle und Aufgabe der Schulleitung bei der Qualitätssicherung und –Entwicklung von Schulen

Die Forschung in Deutschland respektive der Rolle und Aufgaben der Schulleitung stecken erst in den Kinderschuhen. In den letzten Jahren hat jedoch im Rahmen tiefgreifender Bildungsreformen und der resultierenden Neustrukturierung der Institution Schule, gerade diese führungsspezifische Diskussion zugenommen und die Forschung vorrangetrieben.

Im Zuge der Aufarbeitung dieser Thematik sind 2 Diskurse von unverzichtbarer Bedeutung: der Schulqualitätsdiskurs und der Autonomiediskurs (vgl. Jochen Wissinger 2000, S.851f). 

Zunächst soll die Rolle und Aufgaben der Schulleitung im Kontext des Schulqualitätsdiskurses beleuchtet werden, in dessen Zusammenhang das Schlagwort „pädagogische Führung“ von entscheidender Wichtigkeit ist.

Wenn nachfolgend die Schulleitung als Untersuchungsobjekt betrachtet wird, so wird das Objekt aufgrund der Forschungstradition ausschließlich vom anglo-amerikanischen Forschungsblickwinkel analysiert. Diese Forschungstradition umfasst die Schulentwicklungsforschung und die „school administration research“. Im Rahmen dieser Forschungsrichtungen sind unterschiedliche theoretische und methodische Perspektiven anzutreffen: Lernpsychologisch, organisations- und führungstheoretisch oder politwissenschaftlich.

Aus dieser Erkenntnis heraus lassen sich 3 Dimensionen von Schulqualität ableiten: die Input-Dimension, die Output-Dimension sowie die Prozess-Dimension.

Zieht man die anglo-amerikanische Forschungsmethodik zur Argumentation heran, ist der forschungsgeschichtliche Kontext von Bedeutung. In den 60iger Jahren wurde zum ersten Mal in der Geschichte ausgewiesen, dass ein Unterschied zwischen Schulen derselben Schulart besteht. Diese innerschulischen Differenzen sind nicht zuletzt auf die unterschiedliche Arbeit der Schulleitung zurückzuführen. Es ist daher ein großes Anliegen der anglo-amerikanischen Forschung die lern- und unterrichtstheoretische Perspektive mit der bildungs- und schultheoretischen Betrachtungsweise zu verbinden (vgl. Jochen Wissinger 2000, S.852ff).

Vor allem die Schulwirkungsforschung erwies sich in diesem Zusammenhang als effizienter Indikator bei der Bewertung der Schulqualität. Es lässt sich aus den resultierten Forschungsergebnissen ableiten, dass „eine stake und positive Schulleitung“ unabdingbar für eine hohe Schulqualität ist.

Schulleiter/Innen sind gemäß der neuartigen Definition verantwortlich für die Kommunikation von Zielen im Bereich des Schulklimas und der Schulkultur, als auch für die Organisation und Gewährleistung des Unterrichts (vgl. Jochen Wissinger 2000, S.854f).

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Quelle

Wissinger J. (2000):  Rolle und Aufgabe der Schulleitung bei der Qualitätssicherung und –Entwicklung von Schulen. In: Zeitschrift für Pädagogik, Bildungstheorie – Grundschulpädagogik – Einwirkung als pädagogisches Konzept, Heft4/2000, Juli/August 2000, S.851-862.


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