Psychologische Begriffsbestimmungen

Autorität 

„Eine Möglichkeit der Definition von Autorität ist folgende: Autorität ist das Ansehen, die Machtbefugnis bei Personen aufgrund äußerer Befugnis und innerer Überlegenheit. Autorität bedeutet eine menschliche Möglichkeit auf andere Menschen positiv einzuwirken. Man kann aber auch sagen: Sozialer Einfluss, der entsteht, indem Personen, Gruppen oder Institutionen von anderen Personen in irgendeiner Hinsicht eine Überlegenheit zugesprochen wird und diese auch Anerkennung findet“ (Schulz 2002).

„Die allgemein übliche Definition versteht darunter [Autorität] das maßgebende Ansehen einer Persönlichkeit, deren Charakter, persönliche Lebensführung und Leistung über jeden Zweifel erhaben sind und daher allgemein als Vorbild und Beispiel anerkannt werden“ (Zorn 1960, S. 37).

„Autorität […] soll hier verstanden werden als wirksame Einflußnahme einer Person auf andere, wobei es zunächst offen bleibt, ob dieser Einfluß auf Eigenschaften oder Fähigkeiten oder Funktion dieser Person beruht oder in dem Amt begründet ist, das eine Person evtl. innehat“ (Türk 1973, S. 12).

„Autorität […] 1. (ohne Plural) auf Leistung od. Tradition beruhender maßgebender Einfluss einer Person od. Institution u. das daraus erwachsende Ansehen. 2. einflussreiche, maßgebende Persönlichkeit von hohem [fachlichem] Ansehen“ (Drosdowski, Scholze-Stubenrecht & Wermke 1997, S. 99).

„Dementsprechend bezeichnet man auch heute als Autorität Personen und Institutionen, die aufgrund verschiedener Eigenschaften eben maßgeblich sind für andere und in irgendeiner Weise Ansehen genießen und dadurch Einfluß auf andere ausüben“ (Arbeitskreis für Kinderpastoral- und Pädagogik der KJSÖ 1994).

Eigene Formulierung

Unter Autorität versteht man das Ansehen und die Macht einer Person. Durch dieses Ansehen und die Macht nimmt die Person Einfluss auf andere Personen. Autorität kann man erlangen aufgrund von Wissen und Leistungen oder man kann Autorität auch aufgrund eines Amtes erlangen und ausüben.

Verwendete Literatur

Arbeitskreis für Kinderpastoral- und Pädagogik der KJSÖ (1994). Autorität

WWW: http://www.jungschar.at/positionen/autoritaet.htm (06-03-26)

Drosdowski, G., Scholze-Stubenrecht, W., Wermke, M. (1997). Duden – Das Fremdwörterbuch. Mannheim: Verlag Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG

Schulz, B. (2002). Referat: Die autoritäre Persönlichkeit – Aggression.

WWW: http://www.tfh-berlin.de/~s714870/vortrag/raupers.pdf (06-03-26)

Türk, H.J. (1973) Autorität. Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag

Zorn, R. (1960). Autorität und Verantwortung in der Demokratie. Würzburg: Verlag Würzburg.


Siehe auch das
Lexikon für Psychologie und Pädagogik

Zu weiteren psychologischen Begriffen

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1. Duden, die deutsche Rechtschreibung, 21., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Herausgegeben von der Dudenredaktion, Auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln, 1996 

Autorität: Einfluss und Ansehen, bedeutender Vertreter seines Faches, maßgebende Institution 

Herausgegeben von Wissenschaftlichen Rag der Dudenredaktion:

Prof.Dr.h.c. Günther Drosdoski

Dr. Wolfgang Müller

Dr. Werner Schalze-Stubenrecht

Dr. Matthias Wermke 

2. Autorität: (lat.)

Urheberschaft, Ansehen, Einfluss, Geltung, Ausdruck, sachl. Überlegenheit und sittl. Größe, soziologisch eine Form der Macht, die nicht auf Gewalt, sondern auf Anerkennung von Werten beruht. Autorität besitzt die Persönlichkeit im ganzen oder auf einzelnen Gebieten, daher Autorität auch: maßgeblich Fachmännisch. Autoritätsträger können Institutionen oder Einsicht überordnen, nicht nach der Sache, sondern nach den Antworten des „Autors“ fragen. 

Das moderne Lexikon Band 2

Lexikon – Institut Bertelsmann Verlag Güthersloh, Berlin, München, Wien, in Zusammenarbeit mit Dr. Hans F. Müller, 1971 

3. http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3A4t 

Autorität: Ist so viel wie eine soziale Positionierung, die einer Person oder Institution zugeschrieben wird. Andere Menschen handeln nach ihren Denken und Handeln. Sie kann durch Macht, Wissensvorsprung oder auch durch religiöse Überzeugung entstehen. Es stammt aus dem lateinischen Wort „Auctoritas“. Genau betrachtet, ist Autorität nicht als Eigenschaft sondern als Bezirhung zu begreifen, die Autorität bedarf der Anerkennung anderer, das Autoritätsverhältnis ist zweiseitig. 

Literatur:

4. http://sign-lang.uni8-hamburg.de/Profekt/Plex./lemmata/A-Lemma/Autorita.htm 

Autorität: Bezeichnung für den Status einer Person (zB: Lehrer), Institution (zB: Kirche) oder Sache (zB: Wissenschaft). Mitmenschen in ihren Einstellungen, Meinungen. Bewertungen und Entscheidungen zu beeinflussen und zu lenken. Personen wird Autorität häufig aufgrund ihrer Rolle innerhalb einer Gruppe zuerkannt. Der Begriff wird gelegentlich synonym mit Kompetenz, Status oder Führerpersönlichkeit gebraucht. Wegen seiner vielfältigen Bedeutung empfiehlt es sich, diesen Begriff im jeweiligen Zusammenhang genauer zu bestimmen. 

5. http://www.wikiquote.org/wiki/Autorit%C3%A4t 

„Autorität kann zwar demütigen, aber auch belehren, sie kann die Vernunft niederschlagen, aber nicht fesseln“

Johann Georg Homman, Golgatha und Scheblimini

„Die Autorität ist also die erste soziale Idee des menschlichen Geschlechts. Die zweite hat darin bestanden unmittelbar an der Abschaffung der Autorität zu arbeiten“.

Pierre Joseph Proudhon, Bekenntnisse eines Revolutionärs 3, Wesen und Bestimmung der Regierung.

6. http://www.praxis-judendarbeit.de/jugendleiter-schulung/autoritaet.htm

Autorität ist das Ansehen, die Machtbefugnis bei Personen aufgrund äußerer und innerer Überlegenheit.

Autorität bedeutet eine menschliche Möglichkeit auf andere Menschen positiv einzuwirken.

Psychologische Begriffsbestimmungen 2006


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