Psychologische Begriffsbestimmungen


Berufswahl

1. a) Beruf: Verb von Beruf = berufen = „geeignet, talentiert; sie ist zur Sängerin berufen“ (Österreichisches Wörterbuch, Schulausgabe 2004, S.96). b) Wahl: „…du hast die W. (kannst dich entscheiden) zwischen….; in die engere W. (Auswahl) kommen;…“ (vgl. Österreichisches Wörterbuch, Schulausgabe 2004, S. 685).

2.  „Arbeit, Arbeitsfeld, Arbeitsgebiet, Arbeitsbereich, Wirkungskreis, Wirkungsbereich, Tätigkeitsbereich,…“ (LexiROM-Anwendung, © 1995 Microsoft Corporation.) „Auswahl keine andere Wahl haben notgedrungen [etwas tun müssen] die Wahl treffen, jemandes Wahl fällt auf auswählen…“ (LexiROM-Anwendung, © 1995 Microsoft Corporation.)

3.  „Wie bei anderen Motiven auch, ist es bei der Berufswahl selten so, dass ein einzelnes Motiv für die Entscheidung verantwortlich ist. Es sind eher verschiedene Einzelmotive, die unauflassbar zusammengefügt sind. Einzelmotive sind z.B. sozio-ökonomische Motive, wie das Ansehen des Berufs oder subjektive Motivierungen, die sich auf die subjektiv angenommene Eignung für einen bestimmten Beruf beziehen, …“ (drewes psychologie online, http://www.beratung-therapie.de/ 06-03-22)

4. „Die Wahl eines Berufs ist ein Prozess, in dem das Individuum versucht den Beruf zu ergreifen, der am besten zu seinen Fähigkeiten, à Interessen, etc. passt (à Intelligenz und Begabung à Noten und Studien- und Berufserfolg).“ (Rost, 2001, S. 52).

5. „Berufswahl kann somit definiert werden als eine in eine lebenslange berufliche Entwicklungen eingebundene und unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen und Einflüssen stehende sowie in der Regel wiederholt sich einstellende interaktive Lern- und Entscheidungsphase deren jeweiliges Ergebnis dazu beiträgt, daß Menschen unterschiedliche Tätigkeiten ausüben.“ (Bußhoff, 1984, S. 58f)

6.  „…weil die Berufswahl heute „üblicherweise“ keine einmalige und mehr oder weniger unwiderrufliche Entscheidung eines Individuums“ darstelle, b) weil die lebenslange Bindung, an einen Beruf oder eine Karriere eher die Ausnahme sei und c) weil die Schule als schichtspezifische Bildungssituation die Zuweisung der Berufsposition in hohem Maße steuere…“ (vgl. Seifert, K. (1977). Handbuch der Berufspsychologie. S. 245f.)

Gemeinsamkeiten unter den Autoren, da sie die Berufswahl sowohl als Prozess bezeichnen, der von verschiedenen Einflussfaktoren gekennzeichnet wird.

Verwendete Literatur

drewes psychologie online (2006). http://www.beratung-therapie.de/home/
index_berufsberatung_managementberatung.html?/
leistungsproblematik/berufsfindung/berufsfindung.html
(06-03-22)

LexiROM-Anwendung (1995). Microsoft Corporation.

Österreichisches Wörterbuch, Schulausgabe (2004). öbv a hpt VerlagsgmbH & Co. KG, Wien 1998, 2001 & ÖBV Pädagogischer Verlag GmbH, Wien 1997

Rost, Detlef H. (2001). Handwörterbuch Pädagogische Psychologie, In D. Rost, Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (S. 52). 2001: BELTZ PVU.

Seifert, K. (1977). Handbuch der Berufspsychologie (s. 245f). Göttinger: Verlag für Psychologie.


Siehe auch das
Lexikon für Psychologie und Pädagogik

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