Psychologische Begriffsbestimmungen


Debilität

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Debilität ist die leichteste Form der geistigen Behinderung: eine Intelligenzminderung, oft erblich bedingt oder durch cerebrale Schädigungen hervorgerufen. Debile Menschen haben Schwierigkeiten im Aneignen von Kenntnissen sowie beim Handeln und Denken, beschränktes Interesse und eine verzögerte intellektuelle Reife.

Debilität (lat.), leichte Form des Schwachsinns (Intelligenquotient zw. 60 und 80). An Debilität leidende Personen können noch für sich selbst sorgen und leichtere Arbeiten ausführen (vgl. Detering ,2000).

Debilität: „(lat. Lähmung, Schwäche), die leichteste Form des angeborenen oder durch Gehirn oder Drüsenerkrankungen erworbenen Schwachsinns. Die angeborene Debilität beruht zu einem kleineren Teil auf Schädigung, die unter Umständen bei sehr schweren Geburten zustande kommen können, zum größeren Teil auf Vererbung.“ (Hehlmann 1971, S. 91).

Debilität: Oligophrenie, Schwachsinn, psychischer Schwächezustand, Geistesschwäche u.a.
Allgemein unterdurchschnittliche intellektuelle Leistungen, die in der frühen Entwicklung ihren Ursprung haben und mit Schwächen in einem oder mehreren der folgenden Bereiche verbunden sind: Reifung, Lernen, Soziale Einordnung (vgl. Roth & Hudelmayr 1985, S. 407).

Debilität: Mittlerer bis leichter Grad der Intelligenzschwäche. Erreichung des Bildungszieles der Volksschule ist ausgeschlossen, die Beteiligung am Unterricht in den sog. Elementarfächern ist jedoch möglich. Merkmale: Flachheit oder Enge des Wahrnehmungsfeldes, Störung des Sprechens, Mängel der Rede und des Redeverständnisses. (vgl. Heese & Wegener 1969, S 450).

Definition – DEBILITÄT:

Die allgemeine Definition – welche auch in allen Quellen erwähnt wird – ist, dass man unter Debilität einen leichten Schwachsinn versteht. Debilität ist der leichteste Grad einer geistigen Behinderung. Debilität ist meist erblich bedingt. Die Kinder haben Probleme beim Sprechen und Lesen. Die psychischen Vorgänge sind meist verlangsamt. Die Kinder sind zwar schulbildungsfähig – vorteilhaft wäre jedoch eine Sonderschule. Grund dafür ist, dass die Schüler unter „normalen Kindern“ sonst mit Minderwertigkeitsgefühlen aufwachsen (Leutgeweger, P 2006).

Verwendete Literatur

Wahrig-Burfeind, R. (2004). Debilität. Wahrig Fremdwörterlexikon (S. 189).  Gütersloh/München: Wissen Media Verlag

Helmann, W. (1971). Debilität. Wörterbuch der Pädagogik (S. 91). Stuttgard: Alfred Kröner Verlag

Roth, W., Hudelmayr, D. (1985). Debilität. Handbuch der Sonderpädagogik. Pädagogik der Blinden und Sehbehinderten (S. 407). Berlin: Carl Marhold Verlagsbuchhandel

Heese, G, Wegener, H. (1969). Debilität. Enzyklopädisches Handbuch der Sonderpädagogik und ihrer Grenzgebiete (S. 450). Berlin: Carl Marhold Verlagsbuchhandel

Schirmer, R. (2005). Debilität. Online im Internet: WWW: http://www.adlexikon.de/Debilitaet.shtml (02-04-06)

Detering R.(2000). Debilität. Online im Internet: WWW: http://www.infobitte.de/free/lex/allgLex0/d/debilitaet.htm  (02-04-06)


Siehe auch das
Lexikon für Psychologie und Pädagogik

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Debilität kennzeichnet die leichteste Form des Schwachsinns ohne Rücksicht ob angeboren oder erworben. Der IQ pendelt zwischen 50 bis 70. Debilität kann z.B. aufgrund eines extremen Mangels an Förderung der Intelligenzentwicklung,  in Sauerstoffmangel beim Geburtsvorgang oder in einer Gehirnentzündung auftreten. Der Debile kann sein Leben nicht selbstständig gestalten. Durch Förderung und Einbringung in eine möglichst sozial normale Umwelt kann sich der Debile weiterentwickeln. Quelle dieser Definition: Köck, P. & Ott, Hannes (1976). Wörterbuch für Erziehung und Unterricht (S. 77-78). Donauwörth: Ludwig Auer

Im Vergleich dazu die nächste Definition, die auf einem Überbegriff beruht, der Oligophrenie.

Hier wird erklärt, dass Debilität die leichteste Form der Oligophrenie ist und einen IQ-Bereich von 67-52 umfasst. Man spricht in diesem Fall auch von so genannten schulbildungsfähigen schwachsinnigen Kindern, die die Hilfsschule besuchen können. In der DDR erfolgt die Beschulung dieser Kinder nach einheitlichen gesetzlich fixierten, den jeweiligen Störungen angepassten pädagogischen Maßnahmen in der Hilfsschule. Bei Früherkennung ist es möglich eine Vorschule zu besuchen. Nach 8-jährigem Schulbesuch können diese Kinder auch eine Berufsausbildung in einem einfachen Lehrberuf machen. Quelle: Clauß, H., Kulka, H., Lompscher, J., Rösler, H.-D., Timpe, K.-P. & Vorweg, G. (1996). Wörterbuch der Psychologie (S. 373-374). Köln: Paul-Rugenstein

Die beiden obigen Definitionen unterscheiden sich insofern, dass in im ersten Abschnitt erklärt wird woher Debilität kommt und im Zweiten, wie man damit umgeht.

Debilität (lat. Lähmung, Schwäche) ist die leichteste Form des angeborenen oder durch Gehirn- oder Drüsenerkrankungen erworbenen Schwachsinns. Die angeborene Debilität beruht zu einem kleinen Teil auf Schädigungen, die nach einer schweren Geburt zustande kommen können, zum größten Teil aber durch Vererbung. L: A. Busemann, Psychologie der Intelligenzdefekte, unter besond. Berücksichtigung der hilfsschulbedürftigen D., 1963

Quelle: Hehlmann, W.(1971). Wörterbuch der Pädagogik, 10. Auflage (S. 91). Stuttgart: Alfred Körner

Weiters wird unter Debilität folgendes verstanden: Debilität ist eine leichte Form der seelischen Unterentwicklung, vor allem der Intelligenz. Diese leichte Form ist teilweise erblich bedingt. Quelle: Brockhaus Enzyklopädie Band 13 (S. 719)., F.A. Brockhaus (Hrsg.)

Aus einer Internetquelle, bei der leider der Autor nicht bekannt ist, erhält man folgende Erklärung zur Debilität:

In der veralteten Fachsprache wurden früher für unterschiedliche Ausprägung einer geistigen Behinderung die Bezeichnungen Schwachsinn, Debilität, Imbezillität und Idiotie verwendet. Diese sind mittlerweile vollständige aus der Fachsprache verschwunden. Allerdings werden sie heutzutage noch als Schimpfwörter gebraucht.

Quelle ohne Autor: http://de.wikipedia.org/wiki/Geistige_Behinderung(05-11-08) 

Jede Quelle beschreibt im Wesentlichen, was man unter Debilität versteht. Weiters wird öfter erläutert wodurch Debilität verursacht wird und wie damit umgegangen werden muss.

Debilität „Intelligenzdefekt leichtesten Grades“( DUDEN das Fremdwörterbuch 1997,  S.169)

„Debilität, geringer Grad vom angeborenen Schwachsinns, zwischen Imbezilität und Dummheit. Der Debile verfügt zwar reichlich über anschauliche Vorstellungen und konkrete Begriffe, es fehlt ihm aber an abstrakten Begriffen und an der Fähigkeit zum Urteilen und Schließen. Unfähigkeit, einen Beruf zu erlernen.“ ( Dorsch 1994, S. 111)

Debilität kennzeichnet die leichteste Form angeborenen oder erworbenen Schwachsinns, einem IQ von 50 bis 70 entsprechend. Die Ursachen der Debilität sind sehr unterschiedlich .Sie können z.B. in einem extremen Mangel an Förderung der Intelligenzentwicklung, in Sauerstoffmangel beim Geburtsvorgang oder in einer Gehirnentzündung zu suchen sein. Der Debile ist zu selbstständiger Gestaltung seines Lebens nicht fähig. Durch Förderung und Einbringung in eine möglichst sozial normale Umwelt kann sich der Debile weiterentwickeln. (vgl. Köck & Ott 1976, S.77f)

„Debilität, leichtester Ausprägungsgrad der Oligrophie (heutige Bezeichnung für Schwachsinn). Eine D. liegt vor, wenn eine Person bei einem niedrigen Intelligenzquotienten noch eine gewisse soziale Anpassung aufweist, z.B. die Fähigkeit zur Ausübung ungelernter Tätigkeiten. D. entspricht einem Intelligenzalter von 8-13 Jahren. Sie kann ererbt oder (durch Geburtstrauma des Gehirns oder Krankheit) erworben sein. Bei liebevoller Erziehung ist der Debile in Grenzen emotional und kognitiv bildbar.“ (Lexikon der Psychologie 1995,S. 60)

Debilität: „Mittlerer bis leichter Grad der Intelligenzschwäche. Erreichung des Bildungszieles der Volksschule ist ausgeschlossen, die Beteiligung im Unterricht in den sog. Elementarfächern ist jedoch möglich. Merkmale: Flachheit oder Enge des Wahrnehmungsfeldes, Störung des Sprechens, Mängel der Rede und des Redeverständnisses.“

(Hese & Wegener 1969, S.450)

Jede Quelle erläutert im Wesentlichen worum es sich bei Debilität handelt.  Weiters werden die Ursachen und die Merkmale bzw. Auswirkungen  dieser Krankheit oft genannt. Quelle drei und vier unterscheiden sich dadurch, dass erklärt wird, wie man mit der Behinderung  am besten umgeht.

DEBILITÄT

Die allgemeine Definition - welche auch in den versch. Quellen wiedergegeben wird- ist, dass man unter Debilität eine leichte Form der geistigen Behinderung bzw. einen leichten Schwachsinn versteht. Die Krankheit ist meist erblich bedingt. Die Debilen haben Schwierigkeiten beim Sprechen, Wahrnehmen der Umwelt und sind nicht fähig ihr Leben selber zu gestalten. Die psychischen Vorgänge sind meist verlangsamt, es fällt ihnen schwer,  ungewohnte Situationen bewältigen.

Die betroffenen werden in Sonderschulen unterrichtet und gefördert. Jedoch wäre es von Vorteil Debile in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Verwendete Literatur 

Dorsch, F. (1994). Psychologisches Wörterbuch.  Bern/ Stuttgart/ Wien: Verlag Hans Huber

Heese, G., Wegener, H. (1969). Enzyklopädisches Handbuch der Sonderpädagogik und ihrer Grenzgebiete (S.450). Berlin: Carl Marhold Verlagsbuchhandel

Köck, P., Ott, H. (1976). Wörterbuch für Erziehung und Unterricht. Donauwörth: Ludwig Auer

Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (1997). DUDEN das Fremdwörterbuch. Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG.

Lexikon der Psychologie (1995). Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Institut 


In einem anderen Lexikon wird bei dem Begriff Debilität nicht erläutert, es wird auf den Begriff geistig Behindert verwiesen. „Als geistig b. gelten Personen mit stärkeren kognitiven Beeinträchtigungen, die dauernd sozialer, psychologischer bzw. Sonderpädagogischer Hilfe bedürfen. Mit diesen kognitiven Beeinträchtigungen eng verbunden sind soziale, emotionale und teilweise auch motorische Entwicklungsstörungen. Als Ursache für geistige Behinderung werden endogene( erbliche) und exogene (etwa organische) Schädigungen des Zentralnervensystems, starke sozio-kulturelle  Deprivation und Schädigungen des Gehörs. Und Gesichtsinnes im frühen Lebensalter wahrgenommen

Bezogen auf das Intelligenzniveau spricht man von geistiger Behinderung erst bei einem IQ<70. Die früher verbreitete Klassifikation nach Debilität (IQ:60-70),  Imbezilität(IQ: 50-60) und Idiotie(IQ:0-50) verliert im Bereich der pädagogischen Psychologie zunehmend an Bedeutung.“ ( Brunner&Zeltner, S.83) 

„Debilität. Die Debilität (debilis=schwach) stellt den leichtesten Grad der Oligophrenie, d.h. der Geistesschwäche, dar. Ihr entspricht ein IQ von 50-70, die Gleichsetzung mit einem Intelligenzalter von 8-13 Jahren ist bei Erwachsenen nicht ohne weiteres möglich. Es handelt sich bei der D. entweder um eine Minusvariante normaler Intelligenz oder um erblich bedingte leichte Schwachsinnsformen und um geistige Behinderungen bei cerebraler Schädigung….. Die vererbte oder erworbene Minderbegabung aüßert sich in der Verzögerung der intellektuellen Reife, einer Behinderung im Aneignen von Kenntnissen und einer Erschwerung der Bewältigung ungewohnter Situationen. Der Umfang des Interesses ist beschränkt, das Auffassungsvermögen eingeengt, das Denken spielt sich im Wesentlichen im Konkreten ab, und die Fertigkeit zum Abstrahieren ist nur gering entwickelt.“( Prof, Wilhelm Arnold, Prof. Hans Jürgen Eysenck & Prof. Richard Meili, S.349f)

Psychologische Begriffsbestimmungen 2006

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