Psychologische Begriffsbestimmungen 2006

Johann Blöckenwegner & Michaela Aiglesberger

Identität 

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Identität:

Ein Synonym für Gleichheit. In der Sprache der Mathematik ist die Identität diejenige zweistellige Relation, die nur für alle Paare (a,a) zutrifft. Eine Abbildung einer Menge in sich heißt dementsprechend Identität (häufig bezeichnet mit I), wenn sie jedes Element sich selbst zuordnet, wodurch alle Paare (Elemente, Bild) die Gestalt (a,a) besitzen. Die Einheitsmatrix der Ordnung n stellt die Identität unter den linearen Abbildungen eines n-dimensionalen Vektorraumes in sich dar. (Schuh & Mitwirkende Fachleute 1980, S.1967)

Identität:

Relation zwischen Dingen, Sachverhalten, Begriffen, Aussagen usw. die die Übereinstimmung in allen Merkmalen zum Inhalt hat (absolute Identität) oder die eine Übereinstimmung im Hinblick auf bestimmte Merkmale beinhaltet (relative Identität). Der Begriff der Identität ist nicht einheitlich festgelegt. Oft wird damit Äquivalenz gemeint, manchmal wird unter Identität nur numerische Übereinstimmung verstanden (Identität von Zahlen, Quantitäten usw.).

Die Identität ist Inhalt des sog. Identitätssatzes der klassischen Logik. Er besagt: X=X.

In dieser Form ist er problemlos. Die philosophische und logische Problematik entsteht, wenn von der Identität von zwei oder mehreren Dingen die Rede ist. Identität ist eine Äquivalenzrelation. Die Beziehung X=X, die nur die Reflexivität ausdrückt, wird durch Transitivität und Symmetrie ergänzt. (Bär, Behr, Bierwisch, Fuchs, Glaß, Hartung, Klaus, Liebscher, Schnauß, Schulze, Starke, Sydow & Wintgen & Wüstneck 1968, S. 261f)

Identität:

(identity; personal identity, personality identity).

1)    Vollständige Übereinstimmung in allen Einzelheiten.

2)    Bezeichnung für eine auf relativer Konstanz von Einstellungen und Verhaltenszielen beruhende, relativ überdauernde Einheitlichkeit in der Betrachtung seiner selbst oder anderer.

(Fröhlich 1994, S. 212)

Identität:

die;-,-en(lat.):

a) vollkommene Gleichheit oder Übereinstimmung (in Bezug auf Dinge oder Personen); Wesensgleichheit; das Existieren von jemandem, etwas als ein Bestimmtes, Individuelles, Unverwechselbares, b) (Psychol.) die als „Selbst“ erlebte innere Einheit der Person.

(Wermke, Kunkel-Razum, Scholze-Stubenrecht 2005, S. 435)

Identität:

Der Begriff der Identität wird im heutigen Sprachgebrauch eher inflationär verwendet- man spricht von Identitätskrise, Identitätsverlust, „corporate identity“ und nicht zuletzt der „identity card“. Daher erscheint die Definition des Begriffes, wie er nun folgend verwendet werden soll, unumgänglich. Im allgemeinen Sinne beschreibt der Begriff der Identität die einzigartige Kombination von persönlichen und damit unverwechselbaren Eigenschaften des Individuums und umfasst dabei beispielsweise den Namen, das Geschlecht und den Beruf durch diese Charakteristika lässt sich die Person von anderen Individuen unterscheiden. In einer deutlich engeren und psychologischen Sicht beschreibt Identität eine einzigartige Persönlichkeitsstrucktur und schließt das Bild ein, welches andere von derselben haben. Nicht nur in der Jugend – in der die Entwicklung einer eigenen Identität nach Erikson (1973) als Entwicklungsaufgabe zu verstehen ist – ist aber auch die Sicht, die das Individuum selbst auf die eigene Identität hat, von entscheidender Bedeutung. Damit kann man Identität auch als das Selbst verstehen, welches um eine affektive und eine kognitive Komponente bereichert wird.

(Englisch & Englisch, 2006)

Identität:

Identität definiert eine Person als einmalig und unverwechselbar und zwar in zweierlei Hinsicht: durch das Individuum und durch die soziale Umgebung. (Rosenbach 2005)

Eigene Definition Identität:

Es gibt keine einheitliche Definition für Identität. Es kommt immer darauf an wer und durch welche Aufgabe dazu bewegt sich diesem Begriff nähert. Aus mathematischer Sicht ist Identität wenn zwei Mengen gleich sind. Man kann hier als Beispiel anführen: 2=2 oder X=X.

In der Mathematik spricht man von zahlenmäßiger Gleichheit. Es gibt auch bei Menschen eine Identität, zum Beispiel wenn sich zwei Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen. Jeder hat außerdem seine eigene Identität die sich durch Einflüsse von außen nicht beeinflussen lassen.

Identität ist Übereinstimmung in allen Einzelteilen.

Verwendete Literatur

Bär, D.; Bierwisch, M; Fuchs, H.; Glaß, K.; Hartung, W.; Klaus, G.; Liebscher, H.; Schnauß, G.; Schulze, D.; Starke, P.; Sydow, A. & Wintgen, G. & Wüstneck, D. (1968). Wörterbuch der Kybernetik. Berlin: Dietz Verlag.

Englisch, U. & Englisch, N. (2006). Unsere Hausarbeit über Identität.
Online im Internet: www.uni-magdeburg.de (06-03-23)

Fröhlich W. (1994). Wörterbuch zur Psychologie. München: Deutscher Taschenbuchverlag.

Rosenbach, M. (2005).
Online im Internet: www.bebis.cidsnet.de (06-03-23)

Schuh, F. & Mitwirkende Fachleute (1980). Enzyklopädie Naturwissenschaft und Technik. Medizin und Biologie, Chemie und Physik, Mathematik und Informatik, Geowissenschaft und Astronomie, Ba- und Verkehrstechnik, Elektro- und Energietechnik, Verfahrens- und Werkstofftechnik (S.1967). München: Verlag Moderne Industrie

Wermke, M. & Kunkel-Razum, K. & Scholze-Stubenrecht,W. (2005). Duden. Das Fremdwörterbuch. 8., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag


Siehe auch das
Lexikon für Psychologie und Pädagogik

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1. Quelle

„(…) In der Pubertät kommt es zu einer höheren Form der Identitätsfindung: zur Konstituierung des Selbst als eines einmaligen, unverwechselbaren individuellen Phänomens, zur Gewinnung einer persönlichen Kontur (…)“ (Schenk-Danzinger, 2002, S. 284)

2. Quelle

„Identität, die - [spätlateinisch identitas, zu lat. idem = derselbe]: "Echtheit einer Person oder Sache; völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird“ (Alter 2002, S.1).

3. Quelle

„Identität, die;- (völlige Gleichheit)“ (Ohne Autor 2000, S.488).

4. Quelle

„(…) 4. Die Ich-I. einer Person (…) besteht darin, dass man sich einem kollektiv zugehörig fühlt wie auch als einmaliges Individuum weiß“ (Hüpli & Lübcke 1991, S. 280).

5. Quelle

„Insofern lässt sich der Begriff Identität als ein anthropogenes, also menschheitsgeschichtliches Grundmuster verstehen, das in den Wunsch mündet, sich als soziales Wesen in den Zusammenhang seiner Umwelt (...)“ (Claus 2001, S.1).

Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zwischen den Quellen:

Bei der Definition von Identität unterscheiden sich die oben angeführten Quellen grundsätzlich durch zwei zu fokussierenden Ansichten. Zum einen wird Identität als die Echtheit einer Person verstanden (vgl. Alter 2002, S.1) bzw. als einmaliges Individuum (vgl. Hüpli & Lübcke 1991, S. 280 und Schenk-Danzinger 202, S. 284), bezeichnet. Zum anderen wird Identität in Zusammenhang mit einer Anpassung des Menschens an die Umwelt gebracht (vgl. Claus 2001, S.1). Eine Quelle weicht besonders von den Anderen ab. Sie definiert Identität als die völlige Gleichheit (vgl. ohne Autor 2000, S. 488).

Eigene Definition des Begriffs “Identität“:

Ich definiere den Begriff Identität wie folgt: Identität bezeichnet ein Persönlichkeitsprofil, d.h. die Echtheit einer Person oder Sache im Zusammenhang mit dem eigenen Ich.

Verwendete Literatur

Alter, H. K. (2002). Wer bin ich? Das Recht auf Identität - ein Menschenrecht!?.

Online im Internet: WWW: http://www.dgti.org/ident_menschenrecht.htm (2005-10-31) 

Claus, A. (2001). Referat zu Museumskonzepten bezüglich eines sich ändernden Identitätsbegriff. Online im Internet: WWW: http://www.museen-in-europa.org/identitaet.htm (2005-11-03) 

Hüpli, A., Lübcke, P. (1991). Philisophielexikon. Reinbek: Rowohlt Verlag GmbH 

Ohne Autor. (2000). Duden Band 1. Die deutsche Rechtschreibung. 22., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A.Brockhaus AG

Schenk-Danzinger, L. (2002). Entwicklungspsychologie. Völlig neu bearbeitet von Karl Rieder. Wien: Manz Crossmedia

 

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