Psychologische Begriffsbestimmungen 2006

Marion Raninger & Martina Eder

Korrelation 

Die Korrelation ist die Wechselbeziehung zwischen zwei oder mehreren Variablen. (vgl. Duden 2000, S. 570)

Genauere Definition:

 „Die Korrelation ermittelt den Grad der Stärke der Abhängigkeit zwischen zwei Merkmalen.“ (Berger o.J., Korrelation von Merkmalen)

Bei linearer Abhängigkeit zweier Variablen kann die Korrelation maximal 1 betragen während bei linear unabhängigen Variablen die Korrelation 0 ist.

„Ausgangspunkt sind eine Menge von Beobachtungen für ein Paar von Variablen x und y.“ (Hummel & Ziegler 1976, S. 55f) Laut  Hummel/Ziegler liegt eine Korrelation von zwei
Variablen nur dann vor, wenn zum einen der Korrelationskoefizient  rxy von Null abweicht und außerdem eine Kausalbeziehung der Variablen besteht. Die Kausalität kann nur durch das einführen einer dritten Variable festgestellt werden. Kausalität ist die ursächliche Verbindung zweier Variablen. Die Korrelation wird häufig in der Statistik angewandt um die Abhängigkeit/den Zusammenhang von Variablen zu definieren. (vgl. Berger, K o.J., Korrelation von Merkmalen)

Der Begriff Korrelation findet allerdings auch Anwendung in der Allgemeinwissenschaft in der Didaktik und  der Physiologie.

Es gibt sowohl eine positive (je mehr, desto mehr) als auch eine negative (je mehr, desto weniger) Korrelation. (vgl. Afriat, Sastry & Tintner 1975, S. 10ff)

Verwendete Literatur

Afriat, S., Sastry, R., Tintner, G. (1975). Studies in Correlation. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Berger, K. (o.J.). Korrelation von Merkmalen.

Online im Internet: www.mathe-online.at/materialien/
klaus.berger/files/regression/korrelation.pdf

Dudenredaktion (2000). Die deutsche Rechtschreibung. Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der neuen amtlichen Regeln. Wien: Dudenverlag.

Hummel, H., Ziegler, R. (1976). Korrelation und Kausalität. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.

Sponsel. R. (2002). Korrelation. Was bedeutet der lineare Korrelationskoeffizient.

Online im Internet:

http://www.sgipt.org/wisms/statm/kor/kurkor.htm


Siehe auch das
Lexikon für Psychologie und Pädagogik

Zu weiteren psychologischen Begriffen

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„Wenn bei einer Reihe von Personen zwei Eigenschaften zugleich oder nacheinander ge-messen werden, so können die beiden Eigenschaften korrelieren, d. h. zusammenhängen. Das bedeutet: Wenn bei einer bestimmten Person der Messwert der einen Eigenschaft festliegt, so ist auch der Messwert der anderen Eigenschaft in bestimmten Grenzen und mit einer bestimmten Sicherheit bestimmt.

In der K.srechnung drückt man die Enge eines solchen Zusammenhangs durch den ’K.skoeffizienten aus, in der Regressionsrechnung macht man Vorhersagen für den – unbekannten – Messwert der einen Eigenschaft aufgrund des – bekannten – Messwerts der anderen Eigenschaft. Beide Ansätze lassen sich auf mehr als zwei Eigenschaften verall-gemeinern.“ (Raatz 1970, S. 118)

„Zusammenhang oder Wechselbeziehung zwischen Merkmalen oder gemeinsames Auftreten von Ereignissen.“ (Tewes & Wildgrube 1992, S. 100)

„Wechselbeziehung, Zusammenhang. In der Statistik die Wechselbeziehung zweier oder mehrerer variabler Merkmale. Die Stärke und Richtung hängt vom Grad und der Art ihres gemeinsamen Variierens (Kovarianz) ab und kommt im K.koeffizienten zum Ausdruck. Als wesentlichste K.techniken können für bivariate Verteilungn die kProduktmoment-K., kRang-K., kPunktvierfelder-K., kbiseriale und kpunktbiserale K. gelten. Die Wahl der am besten geeigneten K.technik hängt vom Skalenniveau und der Verteilungsform der Variablen ab. Als multiple K. wird die K. von mehr als zwei Variablen bezeichnet. Auf Grund der Kenntnis der K. zwischen zwei Variablen ist es möglich, Messwerte der einen Variablen auf Grund jener der zweiten vorherzusagen (kRegressionstechnik).“ (Huber 1976, S. 211)

„Die Korrelation ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehr quantitativen statistischen Variablen. Wenn sie besteht, ist noch nicht gesagt, ob die Größe die anderere kausal beeinflusst, oder ob beide von einer dritten Größe kausal abhängen, oder ob sich überhaupt ein Kausalzusammenhang erfolgen lässt. ...“ (ohne Autor 2004, http://de.wikipedia.org/wiki/Korrelation)

„[lat., „Wechselbeziehung“], 1. allg. das Aufeinanderbezogensein von zwei Begriffen oder Dingen...“ (Müller 1971, S. 231)

Korrelation kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „Wechselbeziehung“. Sie kommt häufig in der Statistik vor. Man versteht darunter eine Beziehung zweier oder mehrerer Variable (Merkmale) die im Zusammenhang miteinander stehen.

Beispiel zur besseren Verständnis: Schüler mit höheren Intelligenzquotienten weisen häufig bessere Schulnoten auf.

Könnte aber auch noch von einem Dritten Faktor abhängig sein z.B. der Umgebung.

So ist es möglich, auf Grund der Kenntnis einer Variablen, die Zweite vorauszusagen.

Der Zusammenhang wird mit Hilfe des Korrelationskoeffizienten dargestellt.

Verwendete Literatur

Raatz, U. (1970). Pädagogisches Lexikon in zwei Bänden. Zweiter Band K-Z. In Horney, W., Ruppert, J.-P. & Schulze, W. (Hrsg.), Korrelation (S. 118). Bertelsmann Fachverlag. 

Tewes, U. & Wildgrube, K. (1992). Psychologie Lexikon. Korrelation. (S. 100). Wien – München: R. Oldenbourg Verlag.

 Huber, H. (1976). F. Dorsch Psychologisches Wörterbuch. Korrelation.  (S. 211). Hans Huber Verlag 

Ohne Autor. (2004). Korrelation.

Online im internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Korrelation (05-10-30)

Müller, H.F. (1971). Das moderne Lexikon. Band 10. Kim – Land. Korrelation (S. 231f). Lexikon-Institut Bertelsmann.

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