Psychologische Begriffsbestimmungen 2006
Stefan Hölzl
| Aus der Lehre … |
| Definitionen psychologisch- pädagogischer Begriffe |
| Entwicklungspsychologie Jugendalter Übergänge Von der Kindheit zur Jugend |
| Präsentationen zu verschiedensten Themen aus Psychologie und Pädagogik |
| Fachartikel zu psychologisch- pädagogischen Themen |
|
Social Bookmarking
|
Der Duden definiert den Begriff Metapher als Wort mit übertragener Bedeutung oder als bildliche Wendung, wie z.B. „Haupt der Familie“ (vgl. Drowsdowski 1996, S.489). Dieser Definition wird im Allgemeinen zugestimmt. Häufig wird noch zwischen lebendigen und toten Metaphern unterschieden und gelegentlich noch zwischen Strukturmetaphern und Orientierungsmetaphern.
Eine Strukturmetapher lenkt unser Denken und Handeln in entsprechenden Situationen. Die Redewendungen sind nicht nur sprachlich zu verstehen sondern für eine grundsätzliche Sicht auf Streitgespräche. Die Orientierungsmetapher hingegen hat eine räumliche Ausrichtung zum Inhalt. Sie orientiert sich an Gegensatzpaaren. Beispiele dafür sind „fröhlich ist oben, traurig ist unten“ (vgl. Kufner 2004, S.58f).
Lebendige und tote Metaphern unterscheiden sich dadurch, dass bei der Verwendung von lebendigen Metaphern ein Vergleich entsteht, wie z.B. schräge Musik. Tote Metaphern hingegen werden nur als Begriff gebraucht. z.B. Buchrücken oder Tischbein (vgl. Caviola 2003, S.35).
Weiters wird Metapher als Ersetzung des eigentlichen durch einen metaphorisch uneigentlichen Ausdruck, welcher jedoch noch Ähnlichkeit hat, definiert. Die ursprüngliche Bedeutung bleibt allerdings noch erkennbar (z.B. „Die Pferdehufen donnern über die Rennbahn.“) (vgl. Becker).
Schlussendlich ist Metapher ein Wortgebrauch, welcher den Übertragungseffekt zwischen begrifflich getrennten Sinnbereichen in Gang setzt. Ob es sich bei einem Ausdruck um eine Metapher handelt, lässt sich oft nur durch den Zusammenhang mit der Situation feststellen (vgl. Caviola 2003, S.30ff).
Becker, E. (o.J.). Einladung zur Literaturwissenschaft. Online im Internet:
http://www.uni-essen.de/literaturwissenschaft-aktiv/
Vorlesungen/poetik/metapher.htm (05-11-02)
Caviola, H. (2003). In Bildern sprechen. Wie Metaphern unser Denken leiten.
Bern: h.e.p.
Debatin, B. (o.J.). Literatur zur Metapherntheorie. Online im Internet: http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/
Lexikon%20der%20Linguistik/ma/
METAPHER%20%20%20Met%C3%A1fora.htm (05-11-02)
Drosdowski, G. (1996). Der Duden. Das Standardwerk zur deutschen Sprache. Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG
Kufner, C. (2004). Metaphern in der Organisationskultur am Beispiel der Wiener Symphoniker. Linz: Institut für Unternehmungsführung
Psychologische Begriffsbestimmungen 2006