Psychologische Begriffsbestimmungen 2006

Claudia Stehrer

Redundanz 

Das Wort Redundanz stammt von dem lateinischen Begriff redundare ab und bedeutet im Überfluss vorhanden sein. Redundanz heißt somit das mehrfache Vorhandensein der gleichen Aussage. Der Begriff Redundanz wird in vielen Bereichen verwendet, wie zum Beispiel in der Technik, wo es das Vorhandensein gleicher oder vergleichbarer Systeme bedeutet.

 (http://de.wikipedia.org/wiki/Redundanz; Pester; 24.Okt. 2005)

Unter Redundanz versteht man den Informationsgehalt einer Nachricht, der überflüssig ist, weil er keine zusätzlichen neuen Informationen enthält. In der Technik gibt es eine aktive und eine passive Redundanz. Aktive Redundanz bedeutet dass das zweite System dem ersten ständig zugeschaltet ist und passive Redundanz bedeutet dass das zweite System erst aktiviert wird wenn das erste ausgefallen ist.

 (Brockhaus Lexikon; 19. Auflage; Mannheim) 

Als redundant wird ein Text oder Sätze bezeichnet, wo der Informationsgehalt des Textes mit mehr Wörtern und Umschreibungen mitgeteilt wird als unbedingt nötig. Grundsätzlich kann man bei einem redundanten Text einiges streichen ohne das dadurch die wesentlichsten Informationen verloren gehen.

(Grell und Grell; 1999, Seite 204, 205)

„Redunanz (Weitschweifigkeit) ist ein Begriff der Informationstheorie, welcher das Ausmaß der möglichen Kürzung einer Nachricht ohne Verlust an Informationen kennzeichnet.“

(Lexikon der kybernetischen Pädagogik und der programmierten Instruktion, 1966, Seite 152) 

„Redundanz ist der Begriff der vorwiegend in der Informationstheorie verwendet wird und einen „Informationsüberschuss“ bezeichnet. Der redundante Teil einer Information bringt zwar nichts Neues, erleichtert aber die Beurteilung bzw. Nutzung der Information.“

(Grüner, Kahl & Georg, 1974, Seite 144-145)

Redundanz ist das Maß für denjenigen Teil einer Information, um den diese reduziert wurde oder reduzierbar ist, ohne deren Inhalt zu beschränken oder zu verstümmeln; von großer Bedeutung in der Informationstheorie, da durch verminderte Redundanz Infokanäle besser genutzt werden können; andererseits schütz Redundanz vor Informationsverlust durch unvorhergesehene Störungen.

(Lexikon der Psychologie, 1995, Seite 407)

Anmerkung:

Grundsätzlich wird in allen Literaturquellen der Begriff Redundanz ähnlich und teilweise gleich erklärt. Somit kann man sagen dass Redundanz vorwiegend ein Begriff der Informationstheorie ist.

Eigne Definition:

Redundanz bedeutet das mehrfache Vorhanden sein der selben Informationen und somit ist Redundanz ein Überschuss an Informationen. Der redundante Teil einer Information bringt keine neuen Informationen.

Beispiel: 12 Uhr mittags. Die Ergänzung „Mittags“ wäre in diesem Fall der redundante Teil der Information.

Verwendete Literatur

Brockhaus Lexikon: 19. Auflage; Mannheim

Wikipedia, Die freie Enzyklopädie: (http://de.wikipedia.org/wiki/Redundanz;

Autor: Matthias Pester; Erscheinungsjahr 24. Oktober 2005

Grell Jochen und Monika. (1999). Unterrichtsrezepte. Beltz Verlag, Weinheim, Basel, Berlin

Lexikon der kybernetischen Pädagogik und der programmierten Instruktion. (1966). Verlag Schnelle Quickborn

G. Grüner, O. Kahl und W. Georg. Kleines Berufspädagogisches Lexikon. (1974). Verlag Bertelsmann, KG Bielefeld

Lexikon der Psychologie. (1995). Verlag Bertelsmann, Gütersloh


Siehe auch das
Lexikon für Psychologie und Pädagogik

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