Präsentationen 2006

Michaela Aiglesberger, Julia Hofer & Monika Sinnegger

Jenseits des Klassenzimmers

Der Einfluss der Familie auf die schulischen Leistungen

Familien beeinflussen Kinder im Hinblick auf schulische Leistungen auf eine unterschiedliche Art und Weise.

Einen Ausgangspunkt, wie sich die Kinder in der Schule verhalten und sich motivieren können, bildet mit Sicherheit die Genetik, wobei auch Erfahrungen, die zu Beginn der Kindheit gemacht werden, eine große Rolle spielen (vgl. Zimmermann/Spangler, 2001, S. 464ff).

Sie trainieren bereits vor dem ersten Schultag ihre Sprachfertigkeiten, Grob- und Feinmotorik und soziale Kompetenzen, da Kinder auf Grund ihrer Herkunft mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen eingeschult werden.Zu erkennen ist auch, dass Lernchancen mehr genutzt werden je besser das Elternhaus die Schüler motiviert und fördert. Der Lernerfolg hängt also entscheidend von der Familie ab (vgl. Stascheit W., Online im Internet: WWW: http://www.elternhausundschule.de/ueberuns.html, 30 Nov. 2005).

Daher ist es wichtig, herauszufinden, in welcher Weise die Familie die Motivation des Kindes beeinflussen kann (vgl. Zimmermann/Spangler, 2001, S. 464ff).

Eltern, die sich viel Zeit für die Kinder nehmen und Engagement zeigen, können die Motivation oder die Schulleistung im positiven Sinne beeinflussen. Ob sich ein SchülerIn beispielsweise durch Erfolgszuversicht ausspricht oder nicht, hängt viel von der elterlichen Erziehung ab (vgl. Zimmermann/Spangler, 2001, S. 464ff).

Positive Reaktionen durch die Eltern, sowie Anerkennung und Zufriedenheit begünstigen die Leistungsmotivation von Schülern in einem erheblichen Ausmaß (vgl. Zimmermann/Spangler, 2001, S. 467ff). Beispielsweise können Kriterien wie Lob und Anerkennung die Motivation im Hinblick auf die Schule fördern, hingegen negative Aspekte wie Aussichtslosigkeit die Motivationsbereitschaft reduzieren (vgl. Zimmermann/Spangler, 2001, S. 463). „Solche Motivationstendenzen werden nicht zuletzt auch durch elterliches Erziehungsverhalten entscheidend geprägt“ (Zimmermann/Spangler, 2001, S. 466). Im Idealfall sind Eltern „Spezialisten“ für ihr Kind. Sie verfügen über optimale Möglichkeiten, schulische Defizite aufzufangen und ihren Kindern dabei zu helfen, Begabungsreserven auszuschöpfen
(vgl. Stascheit W., Online im Internet: WWW: http://www.elternhausundschule.de/ueberuns.html, 24. Nov. 2005).

Entscheidend bzw. Vorraussetzung für eine erfolgreiche emotionale Beeinflussung der Eltern ist aber eine emotionale Vertrauensbasis zu dem Kind (vgl. Zimmermann/Spangler, 2001, S. 469, nach Allen u.a., 1998).Doch negative Ereignisse wie Trennung, Scheidung oder Tod eines Elternteils wirken sich schlecht auf die Schulleistungen der Kinder aus. Wie schnell und gut die Bewältigung von solchen Familienereignissen erfolgt, hängt auch vom Umgang der Eltern mit der Situation ab. Eine Überforderung der Kinder führt oftmals dazu, dass sie von den Eltern oder den LehrerInnen als verhaltensauffällig bewertet werden.
(vgl. Schlemmer E., 2004, Online im Internet: WWW: http://www.familienhandbuch.de/cmain/
f_Aktuelles/a_Schule/s_1641.html
, 30. Nov. 2005).

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die familiären Unterschiede im Hinblick auf Einkommen und Bildungsstand der Eltern. Eltern, mit einer gut gefüllten Brieftasche, können sich beispielsweise ohne weiteres auch Nachhilfestunden für ihre Kinder leisten. Bezogen auf den Bildungsstand wird festgestellt, dass Kinder, deren Eltern gebildet sind, auch von zuhause mehr Förderung erhalten. Vieles was man in der Schule braucht, wird diesen Kindern ganz selbstverständlich vermittelt (vgl. Schlemmer E., 2004, Online im Internet: WWW: http://www.familienhandbuch.de/cmain/
f_Aktuelles/a_Schule/s_1641.html
, 30. Nov. 2005).

So sind zum Beispiel Kinder, deren Eltern ein abgeschlossenes Universitätsstudium aufweisen, im internationalen Mathematikvergleich um 40 Punkte besser, als Schüler von Eltern ohne Sekundarbildung. Erstaunlich ist auch, dass Kinder von Haushalten, die mindestens 2 Regale voller Bücher besitzen einen fast doppelt so großen Wissensvorsprung aufweisen als Schüler deren Familien weniger als ein Bücherbrett haben
(vgl. Wößmann L., Online im Internet: WWW: http://www-bpb.de/publikationen/DXLCIP,3,0,
Famili%E4rer_Hintergrund_Schulsystem_und_Sch%FClerleistungen_
im_internationalen_Vegleich.html
, 26. Nov. 2005).

Je weniger Geld und Bildung die Eltern haben, umso geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder die Matura bzw. ein Studium in Angriff nehmen. Dieses Phänomen wird als soziale Selektion bezeichnet. (vgl. Sign, 2005, Sylvia Kuba zit. nach www.studentenwerk.de)Neben dem Einkommen und dem Bildungsstand der Eltern, beeinflusst auch alternative Familienformen wie Alleinerzieher- oder Stieffamilien die schulischen Leistungen. Kinder aus solchen Familiensituationen schneiden in der Schule meistens schlechter ab, als Kinder aus traditionellen Familien
(vgl. Schlemmer E., 2004, Online im Internet: WWW: http://www.familienhandbuch.de/cmain/
f_Aktuelles/a_Schule/s_1641.html
, 30. Nov. 2005).

Verwendete Literatur

Isserstedt/Middendorff/Weber/Schnitzer/Wolter, (2003). Die wirtschafltiche und soziale Lage der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland 2003. 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System. Online im Internet: WWW: http://www.studentenwerk.de/se/2004/Hauptbericht_soz_17.pdf, (05-11-30)

Kuba, S. (2005). Titel. Sign, 2005, S. .

Schlemmer E. (2004). Kinder aus Alleinerzieher- oder Stieffamilien haben es in der Schule schwerer. Online im Internet: WWW: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Schule/s_1641.html, (05-11-30)

Stascheit W. (2005). Elternhaus und Schule – die Reihe für Eltern und Lehrer, die an einem Strang ziehen. Online im Internet: WWW: http://www.elternhausundschule.de/ueberuns.html, (05-11-30)

Wößmann, L. (2005). Familiärer Hintergrund, Schulsystem und Schülerleistung im internationalen Vergleich. Online im Internet: WWW: http://www-bpb.de/publikationen/DXLCIP,3,0,Famili%E4rer_Hintergrund_
Schulsystem_und_Sch%FClerleistungen_im_internationalen_Vegleich.html
, (05-11-26)

Zimmermann, P./Spangler, G. (2001). Jenseits des Klassenzimmers. Der Einfluss der Familie auf Intelligenz, Motivation, Emotion und Leistung im Kontext der Schule. In: Benner, D. et al. (Hrsg.): Zeitschrift für Pädagogik. Heft4/2001. Juli/August 2001. Jahrgang 47. S. 461-479.

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