Präsentationen 2006

Harun Acuma, Rebekka Baumann & Bernhard Groschupfer

Bullying 

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1.    Problemstellung und Definition

Bullying ist eine weitverbreitete Art der Schikane unter Schülern. Wegen der Häufigkeit des Auftretens während der Schulzeit ist es deshalb ein Thema, das für zukünftige Lehrkräfte sehr wichtig ist.

Unter Bullying versteht man Verhaltensweisen, die eine andere Person oder Personengruppe schädigen bzw. mit dem Ziel ausgeübt werden, einer anderen Person oder Personengruppe zu schaden und über einen längeren Zeitraum ausgeführt werden, wobei die Beziehung der beteiligten Personen durch ein Machtungleichgewicht gekennzeichnet ist (vgl. Strohmeier, o.J., S.16). Es kann dabei zwischen körperlichen, verbalen und indirekten Formen (Gerüchte verbreiten oder jemanden ausschließen) unterschieden werden (vgl. Schäfer, 1996, S. 3). Wir wollen darauf hinweisen, dass wir aufgrund der in der Literatur vorhandenen Definitionen Mobbing mit Bullying gleichsetzen, da keine nennenswerten Unterschiede in den Begrifflichkeiten gegeben sind.

2.    Ursachen

Das Auftreten von Bullying hängt von vielen Faktoren ab. Einerseits kann es auf das Versagen der Lehrkraft zurückgeführt werden, andererseits spielen wohl diverse gruppendynamische Prozesse eine große Rolle. Weiters zeigt es eine oftmals gestörte Kommunikation innerhalb einer Klasse an (vgl. Renges, o.J.). Entscheidend ist jedoch in den meisten Fällen die Entstehung von unterschiedlichen Hierarchieebenen und die Ausbildung von unterschiedlichen Gruppen, die bestimmte Rollen im Bullyingprozess einnehmen, wie der nächste Punkt noch näher zeigen wird.

3.    Beteiligte Personen

Drei verschiedene Personen oder -gruppen sind an einem Bullyingprozess grundsätzlich beteiligt. Die Hauptrollen nehmen der Täter und das Opfer ein. Jedoch trifft den Mitläufer eine Teilschuld des Prozesses. Sie ermöglichen dem Täter zu handeln, um das Opfer zu schädigen (vgl. Dambach, 1998, S. 32). Dabei wird das Opfer von der Gruppe isoliert. Dies ist meist ein schwacher Schüler der sich in einen ängstlichen Zustand befindet (vgl. Olweus, 2002, o.J.). Dadurch wird der Täter noch mehr bestätigt. Denn er zeigt keineswegs Schuldgefühle, weil es sein alltägliches Verhalten ist, jemanden auszugrenzen (vgl. Dambach, 1998, S. 67). Dieses Verhalten hat Auswirkungen sowohl auf das Opfer als auch auf den Täter.

4.    Folgen und Auswirkungen

Die Folgen des Bullings sind sehr unterschiedlich. Die Tatsache, dass Opfer oft über Jahre hinweg leiden, rufen Schädigungen aller Art hervor (vgl. Kolodej, 1999, S. 101). Folgen und Auswirkungen können beispielsweise

Wie gegen Bullying entgegengewirkt werden kann, wird im nächsten Abschnitt dargelegt.

5.    Maßnahmen gegen Mobbing

Mobbing lässt sich verhindern und es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlich fundierten, evaluierten und bewährten Maßnahmen zur Gewaltprävention und –intervention. Studien zeigen, dass Maßnahmen zur Gewaltprävention jedoch nur dann nachhaltige Effekte zeigen, wenn sie begründet (d.h. theoretisch fundiert) und in eine Gesamtstrategie eingebettet sind, das heißt, wenn sie kontinuierlich und über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Die Mobbinghandlungen können unterschiedliche negative Auswirkungen auf die Opfer haben. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht alle Gegenmaßnahmen zu erhofften Ergebnisse führten. Die ersten Schritte zur Gewaltprävention liegen in der Schaffung von Problembewusstsein (d.h. Wahrnehmung und Thematisierung) sowie in der Verantwortungsübernahme (d.h. der Einsicht, dass ein Nicht-Eingreifen einer Gewaltbilligung gleichkommt). Ganz bedeutsam für Gewaltprävention ist auch die Schaffung einer gemeinsamen Haltung (z.B. in Form einer für alle gültigen „Schulpolitik“, die klarmacht, dass Gewalt nicht geduldet und sanktioniert wird).

Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, können eine Vielzahl von Aktionen (z.B. in Form von Programmen, Projekten, Maßnahmen etc.) mit hoher Erfolgsaussicht in der Schule durchgeführt werden.

Verwendete Literatur

Dambach, K. (1998): Mobbing in der Schulklasse, S 32-67.

Kolodej, C. (1999): Mobbing. Psychoterror am Arbeitsplatz und seine
Bewältigung, S 101.

Renges, A. (o.J.): Mobbing in der Schule. Online im Internet: WWW: http://www.familienhandbuch.de/cmain/
f_Aktuelles/a_Schule/s_360.html (06 – 05 – 21)

Schäfer, M. (1996): Aggression unter Schülern. Report Psychologie, 21, S. 700-711.

Strohmeier, D. (o.J.): Gewalt- und Bullyingprävention an Schulen: Was Lehrkräfte wissen sollten und dagegen tun können. In: Das pädagogische Magazin für Schule Beruf und Gesellschaft. S. 16-17.


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