Präsentationen 2006

Was ist Schulangst?

Erstmals muss geklärt werden was „Angst“ allgemein bedeutet. Angst ist ein lang anhaltendes Gefühl und zeigt eine Schwäche, das Gefühl eine Gefahr nicht bewältigen zu können. Daher ist Angst ein Persönlichkeitsgefühl und wird als Charaktereigenschaft angesehen.

Erkennen können wir Schulangst bei Kindern zum Beispiel an folgenden Symptomen:

Die Ursache der Schulangst liegt meist am hohen Leistungsdruck, dem die Schüler ausgesetzt sind. Dieser Druck wird nicht nur in der Schule vermittelt, sondern bereits im Elternhaus. Es fängt oft schon im Kleinkindalter an, wenn die Eltern sehen, dass ein gleichaltriges Kind schon sprechen oder gehen kann und das Eigene dies noch nicht beherrscht. So wird das Kind daraufhin „trainiert“, solang bis die Eltern zufrieden sind.

Zurück aber zur Schule, in der nicht nur ein hoher Noten- und Leistungsdruck herrscht, sondern wo auch die sozialen Ängste der Schüler gehäuft auftreten. Fragen wie, „Was halten die anderen von mir?“, „Bin ich zu dick?“, „Trage ich die richtigen Klamotten?“, betreffen die soziale Angst.

Gedanken wie, „Ich kann das sicher nicht.“, „Ich blamier mich nur“ oder „Ich rede nur Blödsinn und nun werde ich auch noch rot“, machen Kindern und Jugendlichen das Leben schwer. Viele, die unter sozialen Ängsten leiden, fühlen sich von den anderen beobachtet und finden die Anwesenheit fremder oder mehrerer Personen beängstigend.

Das „in“ sein ist den Schülern wichtig, und wer nicht den Gruppenzwängen (z.B. alle haben eine Markenjeans, alle rauchen oder alle tragen lange Haare usw.) folge leisten kann oder will, wird gemobbt, erpresst, verfolgt und im schlimmsten Fall sogar verprügelt. 

Kinder die unter sozialen Ängsten leiden, weisen oft folgende Merkmale auf:

Oftmals wird Schulangst als Schulphobie bezeichnet. Dies ist jedoch nicht richtig. Die Schulangst beschäftigt sich mit Ängsten, die in der Schule entstehen. Schulphobie im Gegensatz dazu wird meist durch eine intensive Mutter-Kind-Beziehung ausgelöst bzw. durch Verlustängste. Das Kind überträgt die Verlustängste von den Eltern auf die Schule.

Konkrete Maßnahmen gegen Schulangst

Der Lehrer kann Schulangst am besten entgegenwirken indem er den Ängstlichen Erfolgserlebnisse ermöglicht, Drohbotschaften vermeidet und den Schwierigkeitsgrad allmählich steigert.

Es kann auch ein Lehrerverhaltenstraining hilfreich sein, bei dem auf korrekten Umgang mit Schülern und Schülerinnen eingegangen wird. Dabei lernen Lehrer auch Schulangst mit positiven Bekräftigungen zu begegnen, die eigene Notengebung zu überdenken oder die Unterrichtsgestaltung zu überarbeiten. Vor allem projektorientierte Unterrichtseinheiten helfen bei Schülern und Schülerinnen mit Schulangst, da bei selbstständigem Arbeiten der Faktor Lehrer zunächst ausgeblendet ist. Des Weiteren helfen Einzelgespräche mit ängstlichen Schülern und die Thematisierung der Angst in Unterrichtseinheiten.

Helfen jedoch solche angstabbauenden Maßnahmen nicht, ist es ratsam einen Schulpsychologen mit einzubeziehen.

Zusätzlich kann die Schule weitere wirksame Beiträge zur Vorbeugung von unnötiger Angst leisten, indem

5-Punkte-Plan der EU gegen Schulschwänzen und Schulverweigerung

Schulverweigerung kommt nicht plötzlich sondern ist ein schleichender Prozess. Viele junge Menschen brechen in Europa ihre Schullaufbahn vorzeitig ab. Den LehrerInnen ist dabei meist kein Vorwurf zu machen, denn sie haben so wenig freie Kapazitäten, dass sie nicht noch Strategien für die Absentisten entwickeln können. SchülerInnen, die durch längere Fehlzeiten immer mehr Unterrichtsstoff verpassen, schreiben schlechtere Noten, der Schulverdruss steigert sich weiter. Wenn Eltern nicht deutlich zeigen, wie wichtig Schule ist, drücken sich die SchülerInnen weiter lieber vor ihren Problemen, als sich ihnen zu stellen. ExpertInnen gehen von rund fünf bis zehn Prozent regelmäßiger Schwänzer und Schulverweigerer aus.

Mit dem Projekt "School Inclusion" will die EU europaweit das Handwerkszeug zur Verfügung stellen, wie man Schuleschwänzen und Schulabbruch präventiv begegnet. Projektpartner aus Deutschland, Griechenland, England, Irland und Italien entwickeln dazu ein Online-Trainingsprogramm für Lehrer. LehrerInnen können dazu an einer Online-Umfrage (http://www.unipark.de/uc/befragung_schulverweigerung) teilnehmen und von ihren Erfahrungen berichten. Warum bleiben Jugendliche der Schule fern? Was führt zu Schulmüdigkeit? Wie begegnen Lehrkräfte dem Schwänzen, und was tun sie bei Schulverweigerung? Was sind die Hindernisse, die sich im Schulalltag der Umsetzung von guten Ratschlägen in den Weg stellen? Aus den Daten soll ein E-Learning-Kurs mit fünf Modulen entstehen.

Ein Handbuch wird Ende 2009 in englischer und deutscher Sprache im Internet abrufbar sein.

Verwendete Literatur

Keller, G. & Thewalt, B.: Praktische Schulpsychologie - Vorbeugung und erste Hilfe im Schulalltag,  Heidelberg: Roland Asanger Verlag 1990.

Schlung, E.: Schulphobie - Kritische Sichtung der Literatur zu Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Behandlungsmöglichkeiten bei schulphobischem Verhalten, Weinheim: Deutscher Studien Verlag 1987. 

Wikipedia - Die freie Enzyklopädie.

Online im Internet:: http://de.wikipedia.org/wiki/Schulangst (04.12.2005). 

Umgang mit Schulschwierigkeiten (Schulangst),

Online im Internet: www.bildungsservice.at/schulpsychologie/angst.htm (18.11.2005). 

Träbert, D.: Das Online Familienhandbuch. Schulangst, 2004

Online im Internet: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Schule/s_953.html#was (05.12.2005).

Schulanfang, Merkmal der Schule: Angst Online im Internet: www: http://oe1.orf.at/libero/20729.html (03.12.2005).

http://www.focus.de/schule/schule/unterricht/eu-projekt-mit-system-gegen-schulverweigerer_aid_318386.html (24.07.2008)


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