Präsentationen 2006

Verhaltensauffälligkeit und Hyperaktivität im Unterricht

Definition:  Verhaltensauffälligkeit

Unter Verhaltensauffälligkeit versteht man das Verhalten von Personen, die etwa besonders aggressiv, unruhig  oder zurückgezogen sind oder durch Konzentrations-, Ess-, Schlafstörungen und dergleichen Probleme haben.

Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung 

Ursachen können sein: Störungen im Hirnstoffwechsel; Folgen von Hirnschädigungen; Störungen des Immunsystems; Neurologische Störungen der Aktivitätsregulierung; Angst und Panikstörungen; Störungen des Sozialverhaltens oder der Persönlichkeit; Reaktionen auf familiäre Belastungssituationen; ...

Die Störung kann sich in starkem Bewegungsdrang oder in ausgeprägter Unaufmerksamkeit oder in Impulsivität zeigen, wobei auch Mischformen möglich sind.

Je situationsunabhängiger die Störung auftritt, desto eher lassen sich organische Ursachen annehmen. Wenn hingegen Unterschiede zwischen Situationen festgestellt werden können, wenn hyperaktive und aufmerksamkeitsgestörte Phasen nicht immer gleich stark auftreten, dann lassen sich die Ursachen meist im psychischen Bereich finden.

INDIKATOREN für Aufmerksamkeitsstörung & Hyperaktivität

Folgende Symptome können Indikatoren für Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität sein:

Falls die Störung nicht in erster Linie durch obige Symptome bestimmt wird können folgende Verhaltensauffälligkeiten bestehen (oppositionelles Verhalten), wie z.B. Trotzverhalten der Schüler; Widerstand gegen Anweisungen; Wut; Unfähigkeit; Fehler zuzugeben; Streitlust;  usw.

Ist die Auffälligkeit nicht auf bestimmte Situationen (z.B. zu Hause und nicht Schule oder Kindergarten) beschränkt, dann ist nicht ein spezifisches Trotzverhalten wahrscheinlich, sondern eine Störung des Sozialverhaltens überhaupt. Diese äußern sich unter anderem bei Raufereien, Diebstählen, Quälereien, Sach- und Personschädigungen, Weglaufen, usw.

Jeder dieser Störungsbereiche erfordert eigene Behandlungsformen und immer viel Geduld und Ausdauer bei den Mitbetroffenen.

Zu beachten: Nicht zu schnell von „Störungen“ ausgehen.

Menschen unterscheiden sich durch ihr Temperament von Natur aus. Sie können von ihrer Anlage her ruhiger oder lebhafter sein. Dazu kommt der Charakter, d.h. das Muster von Erlebnisverarbeitungs- und Verhaltensweisen, wie es durch die Umwelt aufgebaut wird. Ein sehr temperamentvolles Kind kann durch eine ruhige Umwelt entspannter, ausgeglichener werden. Addieren sich hingegen lebhaftes Temperament und überstimulierende, unruhige Umwelt, dann sind Störungen wahrscheinlicher. Weiters kommt auch der Altersfaktor dazu: Jüngere Menschen sind meist lebhafter, sprunghafter als ältere.

10 GEBOTE

Weiters geben wir Ihnen hier einige wesentliche, aber sehr hilfreiche Punkte im Umgang mit ADHS-Kindern. Zum einen ist es wichtig, den Kindern eine „Möglichkeit zum Spannungsabbau und zur Entspannung“ zu geben. Weiters sollte man darauf achten, dass die Kinder ein „positives, ausgewogenes und akzeptierendes Klima“ bekommen. Ebenso wichtig für ADHS-Kinder ist „helfen statt tadeln!“. Dazu gehört auch, dass man jede „Reizüberflutung“ der Kinder vermeidet. Zusätzlich muss man bei ADHS-Kindern darauf achten, dass sie „sinnvolle Ventile für die Überaktivität finden“. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Kinder „leicht überfordert“ sind -daher „intensives Erleben ermöglichen“. Häufig wird vergessen, dass Hyperaktivität auch mit der Ernährung verbunden ist. Wichtig wäre auch, ADHS-Kinder mittels „Lern- und Konzentrationshilfen“ unter die Arme zugreifen. Und zuletzt darf man nicht vergessen, dass hyperaktive Kinder Probleme bei der Unterscheidung von „Wichtigem und Unwichtigem“ haben – daher die Kinder immer genau informieren und dadurch Orientierungshilfen geben.

LISTE DER EMPFEHLUNGEN

Siehe dazu auch den Zusammenhang zur Nikotin-Exposition von Kindern in der Schwangerschaft und im Kleinkindalter

KONTAKTADRESSEN

Die Schulpsychologie-Bildungsberatung beim Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, und Kultur
http://www.bmbwk.gv.at/schulen/service/psych/

Beratungsstelle Linz-Stadt
zuständig für Schulen im Bezirk Linz-Stadt
Sonnensteinstraße 20 (LSR-Gebäude in Linz-Urfahr)
4040 Linz
Schulpsychologie.Linz@lsr-ooe.gv.at
http://www.lsr-ooe.gv.at/schulpsychologie/default.htmhttp://schulen.eduhi.at/spz/

Verwendete Literatur

Sedlak, F. (1999). „Zehn Gebote“ im Umgang mit aufmerksamkeitsgestörten und hyperaktiven Kindern“. Bundesministerum für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten

http://de.wikipedia.org/wiki/verhaltensauffälligkeit

Definition Verhaltensauffälligkeit


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