Präsentationen 2007

Daniel Ennikl, Julia Ly & Christopher Sitterli

„Welche Auswirkungen hat „Politische Bildung“ in der Schule auf das Wahlverhalten/Wahlinteresse der StudentInnen?“

Es wurden insgesamt 41 Studierende zur Befragung herangezogen, davon waren 18 Studentinnen und 23 Studenten freiwillig daran beteiligt. Zunächst musste ein Fragebogen erstellt werden, der abgesehen von den persönlichen Daten wie Geschlecht, Alter, Schulausbildung und Studienrichtung folgende Fragen zum Ankreuzen beinhaltete:

1.     Hast du an der ÖH-Wahl 2007 teilgenommen? Wenn ja/nein, warum?

2.     Hast du in deiner Schulzeit „Politische Bildung“ gehabt?

3.     Wie hast du diesen Unterricht empfunden?

4.     Hältst du dich politisch auf dem Laufenden (z.B. ÖH-Courier, Zeitungen,…)?

5.     Bist du selbst politisch aktiv (z.B. Mitglied der AG, SPÖ, ÖSU,…)?

 

 

Zunächst haben wir die befragten Studierenden nach dem Kriterium Geschlecht sortiert und folgendes Diagramm aufgestellt:

 

Es zeigt wie viel % der befragten Männer bei der ÖH-Wahl 2007 teilgenommen haben und wie viele nicht. Es ist hier deutlich ersichtlich, dass mehr als drei Viertel der männlich Befragten zur ÖH-Wahl gegangen sind.

 

 

 

 

Weiters haben wir auch Studentinnen befragt, ob sie an der ÖH-Wahl 2007 teilgenommen haben. 7 von 18 befragten Studentinnen, das sind ca. 39 % des Stichprobenumfangs, sind nicht wählen gegangen, wobei der Rest der weiblich Befragten nicht auf ihr Stimmrecht verzichtet hat. Das Ergebnis zeigt ein eindeutiges Bild, dass zwar die Mehrheit der Frauen an der Wahl teilgenommen haben, jedoch diejenigen, die diese nicht in Erwägung gezogen haben, bereits zwei Fünftel des Stichprobenumfangs ausmachen.

Unter den 41 befragten Personen befinden sich lediglich 7 % bzw. 3 Personen, die sich persönlich politisch nicht auf dem Laufenden halten.

 

Im Bezug auf die allgemeine Wahlteilnahme kann man erkennen, dass sich trotzdem auch der Großteil der Nicht-Wähler auf dem Laufenden hält. Sprich sie haben doch ein gewisses Interesse an dem politischen Geschehen rund um sie.

 

 

Bei der Frage um eine Begründung lässt sich ganz klar eines herauslesen. Die Studierenden gingen fast ausschließlich (26 Personen) wegen eines persönlichen Anliegens wählen und nicht wegen sonstigen Sachen. Lediglich 3 Befragte gaben ihre Stimme wegen Motivation durch verschiedene Wahlwerbungen ab.

 

Bei den Nicht-Wählern gab es keine gravierenden Unterschiede. „Kein Interesse“ (3), „Keine Ahnung“ (3) und „Keine Zeit“ (5) haben ca. denselben Prozentsatz. Das einzig Interessante ist wohl nur, dass gewisse Leute an drei Tagen keine Zeit finden um zu wählen!

 

Das nächste Diagramm beschäftigt sich mit der Frage der Schulischen Ausbildung. Bei allen Schultypen außer der HBLA haben mind. 70% der Befragten an der Wahl teilgenommen.

Schulen vermitteln ein gewisses Basiswissen, aber wenn man kein Interesse hat, nützt es auch nichts wenn man mehrere Stunden politische Bildung in der Schule hatte. Das Wahlverhalten hängt doch mehr mit dem persönlichen Interesse zusammen als verschiedene Schultypen

 

 

Diese Frage beschäftigt sich mit dem allgemeinen Empfinden vom Unterrichtsfach politische Bildung. 3/4 der Befragten waren sich einig diesen gehabt zu haben. Wiederum 2/3 waren sich einig politische Bildung interessant gefunden zu haben. Andere jedoch war dies mühsam und langweilig.

 

Bei den beiden nächsten Diagrammen kommen wir zum eigentlichen Hauptthema unserer Arbeit, es gilt die Frage zu klären ob es eine positive Korrelation zwischen politischer Bildung in der Schule und das Ausüben des demokratischen Rechts bei einer Wahl.

 

Das erste Diagramm zeigt dass  fast  3/4 der Befragten mit politischer Bildung an der Wahl teilgenommen haben. Dieses Ergebnis spricht für die Abhaltung von politischer Bildung in Schulen.

 

Jedoch ist anhand des nächsten Diagramms ersichtlich, dass das Wahlverhalten doch nicht so stark vom Fehlen eines in der Schule durchgearbeiteten politischen Unterrichts abhängt. Ein bisschen mehr wie 70 % der befragten StudentInnen ohne politische Bildung, sind zur Wahl gegangen.

 

Dieses Gesamtergebnis entspricht überhaupt nicht unseren Erwartungen vor der Durchführung unserer empirischen Analyse. Es kann daher gesagt werden, zumindest nach unserer mit bescheidenen Mitteln durchgeführten Umfrage, dass kein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Durchführen von politischen Inhalten in der Schule und der Teilnahme an der ÖH Wahl besteht.

Verwendete Literatur


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