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Mein Übergang von der Kindheit zur Jugend war im Nachhinein betrachtet „Chaos pur“. Am intensivsten war diese Zeit geprägt vom Ausprobieren verschiedenster unerlaubter Dinge. So probierte ich die erste Zigarette, kam mit Alkohol in Berührung und ging heimlich, unter dem Deckmantel bei einer Freundin zu schlafen, fort. Neugier und der Wunsch nach der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, aber auch der Aufstand gegen die ältere Generation waren für diese, aus heutiger Sicht betrachtet, dummen Aktivitäten verantwortlich.
Auch meine Leistung in der Schule wurde dadurch beeinflusst. In der Volksschule war ich noch sehr brav, habe immer die Hausübung erledigt und war zu jedem Test oder zu jeder Schularbeit vorbereitet. Da ich schon immer sehr selbständig war, gab es diesbezüglich auch keine Kontrollen seitens meiner Eltern. In der Hauptschule wurde alles andere wichtiger. Beispielsweise bin ich, sobald ich von der Schule zu Hause war, schon wieder mit meinen Freundinnen unterwegs gewesen oder wir haben zumindest stundenlang telefoniert. Wir haben jede freie Minute miteinander verbracht. Denn schließlich waren ja nur diese in der Lage, die Situation, in der man sich befand zu verstehen. Die Erwachsenen hatten ja keine Ahnung vom Leben. Besonders mit meiner Mutter konnte ich kaum ein normales Wort wechseln, da ein Dialog immer zu einem Streit eskalierte. Allerdings hatte ich zu meinem Vater eine sehr gute Beziehung, weshalb mein Gewissen immer zwiespältig war. Einerseits wollte ich auch „cool“ sein und andererseits wollte ich aber meinen Vater nicht enttäuschen. Auch sahen wir die LehrerInnen als Feindbilder, die uns wie Kinder behandelten, und die sich immer in unser Leben einmischten, obwohl sie ja keine Ahnung davon hatten.
Hinsichtlich meiner Interessen gab es auch immense Verschiebungen. Bis zu meinem 13. Lebensjahr war mein größtes Hobby der Sport. Dies änderte sich aber auch schnell, da dies innerhalb meines Freundeskreises nicht mehr als „cool“ angesehen wurde. Zudem hatte ich immer das Gefühl, in der Zeit in der ich trainierte und meine Freunde aber etwas zusammen unternahmen, etwas zu versäumen. Ich richtete meine Aktivitäten und mein Verhalten nur mehr danach aus, was auch von den anderen gleichaltrigen akzeptiert wurde. Auch spielte in dieser Zeit das Aussehen und Auftreten eine wichtige Rolle. Beispielsweise fingen wir an uns zu schminken und Kleidung wurde immer wichtiger. Auch wurde das andere Geschlecht interessant.
Als ich mit 15 Jahren in ein Gymnasium wechselte, wo wir dann auch von den LehrerInnen wie Jugendliche behandelt wurden, war die Entwicklung von der Kindheit zur Jugend abgeschlossen, und ich lebte mein Leben wieder einigermaßen normal.