Übergänge … Von der Kindheit zur Jugend

Zum ersten Mal verliebt

Nachdem ich mir bereits mehrere Tage Gedanken über meine Jugend und die Dinge, die mich an meine Jugendzeit erinnern mache, bin ich zu folgenden Überlegungen gekommen.

Meine Eltern haben mir in meiner Jugend erstmals „größere Verantwortung“ übertragen. Zum Beispiel wenn meine Eltern abends ausgingen, baten sie mich auf meine beiden jüngeren Schwestern aufzupassen (zuvor war immer jemand gekommen um auf uns aufzupassen). Eine andere neue Verantwortung waren z.B. unsere Haustiere, die wir nur unter der Bedingung bekamen, uns um sie zu kümmern. Da ich die Älteste war, war dies zum Großteil meine Aufgabe. In meiner Jugendzeit habe ich mein erstes Taschengeld bekommen und somit meine ersten Erfahrungen im Umgang mit Geld gemacht. Neben all diesen neuen Verantwortungen, legten meine Eltern mehr Wert auf Selbständigkeit in der Schule und beim Lernen.

In den Jahren meiner Jugend war auch die körperlichen Entwicklung vom Mädchen zur Frau erstmals ein Problem. Dazu kamen Probleme mit unreiner Haut, die mit der körperlichen Entwicklung dieser Phase einhergingen, und damit eine sehr große Unzufriedenheit mit dem Aussehen. Manchmal ging diese Unzufriedenheit soweit, daß ich mich wegen meiner Hautunreinheiten zurückzog. 

Neben dieser körperlichen Entwicklung machte ich auch sehr positive emotionale erste Erfahrungen, d.h. ich habe mich zum ersten Mal verliebt. Andererseits ist verliebt sein auch nicht immer leicht, d.h. die Gefühle, die ich damit verbinde waren zwar einerseits sehr schön (z.B. Träumereien, Tagebuch schreiben, ...), aber andererseits bedeutet verliebt sein manchmal Herzschmerz.

Eltern haben sich getrennt

Ich kann mich noch besonders gut an ein einschneidendes Erlebnis bzw. an eine Veränderung in meinem Jugendalter erinnern. Damals bin ich gerade 10 Jahre alt geworden, als sich meine Eltern getrennt haben. Anfangs war die Situation für mich sehr unverständlich, bin aber mit der Zeit sehr gut damit zurecht gekommen. Ich habe bei meiner Mutter gelebt und den Kontakt mit meinem Vater sehr intensiv gehalten. In dieser Zeit habe ich mich persönlich ein Stück weiterentwickelt. Meine Mutter war berufstätig und nicht immer zu Hause wenn die Schule zu Ende war. Also habe ich teilweise schon für mich selbst gesorgt, d.h. Essen zubereitet und selbstständig Hausaufgaben gemacht.

Eine weitere Herausforderung die ich bestreiten musste, war der Schulwechsel – von der Hauptschule in die Tourismusschule – und damit verbunden ein Leben im Internat. Zu Beginn war es sehr schwer sich vom Mutterhaus zu trennen. Doch zu dieser Zeit war mir klar, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt, welcher auf der einen Seite neue Herausforderungen und Spannungen mit sich brachte, auf der anderen Seite Angst. Man wusste nicht genau was einen erwartet. Aus heutiger Sicht, bereue ich diesen Schritt auf keinen Fall, denn ich habe auf diesem Weg neue Freunde gefunden, mich persönlich weiterentwickelt und eine wunderschöne und aufregende Zeit mit Höhen und Tiefen erleben dürfen.


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