Übergänge II … Von der Kindheit zur Jugend

Großmutter als Erzieherin

Ich kann mich nur noch vage an meine Jugendzeit erinnern. Ich bin in meiner Heimatgemeinde in die Volksschule gegangen. Dort habe ich sehr viele Freunde kennen gelernt. Zuhause betrieben wir eine Landwirtschaft. Aus diesem Grund hatte meine Mutter eher wenig Zeit, um sich um mich zu kümmern. Die traditionelle Erzieherrolle hat meine Großmutter übernommen. Das war zu dieser Zeit absolut üblich. Ich bin der Jüngste der Familie und hatte somit eine etwas unbeschwertere Jugend als meine anderen Geschwister. Auf einem Bauernhof lernt man schon im Kindesalter gewissermaßen Verantwortung zu übernehmen, da die Mitarbeit am Hof eine ganz alltägliche Selbstverständlichkeit ist. Zusätzlich wurde ich durch die Privatzimmervermietung meiner Eltern mit fremden Personen vertraut. Dies hat mich sicherlich geprägt, da ich es ständig gewohnt war, fremde Personen, sprich Urlauber, kennen zu lernen. Nach der Volksschule bin ich in der Nachbargemeinde in die Hauptschule gegangen. Einschneidend war diese Veränderung insofern, da ich dort die Musikklasse besuchte und alle meine Freunde aus der Volksschule eine reguläre Klasse besuchten. Somit musste ich mich hier mit ganz neuen Schülern anfreunden. Wir waren eine bunt gemischte Klasse aus den umliegenden Gemeinden. Dennoch hege ich bis heute die Freundschaften, die ich damals in der Volksschule geknüpft habe. Mein Freundeskreis erweiterte sich ein weiteres Mal, als ich in die Handelsakademie nach Ried kam. Ich war wieder der Einzige, der sich für diesen Ausbildungsweg entschied und hatte somit wieder gänzlich neue Freunde zu gewinnen. Ich hatte in dieser Phase kleinere Akzeptanzprobleme mit meinen Mitschülern, da ich der Einzige aus dem Hausruckviertel war und es einem die Innviertler oft gar nicht so einfach machten. ;=) Das legte sich aber mit der Zeit. In der Familie hatte ich selten Probleme, da wir den Zusammenhalt seit eh und je gewohnt sind. In meiner Jugend verschoben sich die persönlichen Interessen gravierend. Als ich in die Hauptschule ging, waren für mich das Lernen eines Instrumentes und die eigene Familie sehr wichtig. Dies verschob sich dann im Laufe der Jahre, da Interessen wie Mopeds, Freunde treffen und das Vereinswesen immer mehr in den Vordergrund traten. Die wichtigsten Personen während meiner Jugend waren sicherlich meine Geschwister, Eltern meine Großmutter und meine Freunde. Das hat sich eigentlich im Laufe der Jahre auch nicht großartig verändert.


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