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Der Übergang von der Kindheit zur Jugend war bei mir nicht durch gravierende Ereignisse geprägt. Vielmehr war es ein langsamer Prozess, der durch viele kleine Veränderungen stattgefunden hat.
In der Volksschule hatte ich einen relativ großen Freundeskreis bei dem sich niemand um die Konsequenzen bei diversen Streichen kümmerte. Meine Eltern brachten mich jeden Morgen zum Schulbus und sorgten auch dafür, dass ich nie irgendwo zu spät kam. Eigenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein waren völlig fehl am Platz.
In der Hauptschule änderte sich die Situation allmählich. Es bildeten sich mehrere kleine Interessensgruppen und es spielte auch immer mehr eine Rolle welches Ansehen man in der Klasse hatte und was andere über einen denken. Außerdem wollte man nicht zu oft mit den Eltern gesehen werden und so musste ich wohl oder übel selbstständiger werden. Die Mädchen wurden auch immer interessanter und da es allen Burschen gleich ging, besprach ich bestimmte Probleme nicht mehr mit meinen Eltern sondern mit meinem besten Freund.
Als ich mit 12 Jahren noch eine kleine Schwester bekommen habe, wurde von mir auch mehr Verantwortung erwartet. Die Tatsache, dass meiner Schwester teilweise mehr Aufmerksamkeit als mir gewidmet wurde störte mich weniger, da ich selbst einsah, dass ein kleines Kind mehr Zuwendung benötigt. Als sie allerdings ein paar Jahre älter wurde kam es durchaus vor, dass ich zu Hause auf meine Schwester aufpassen musste anstatt mit Freunden etwas zu unternehmen, was teilweise zu Unstimmigkeiten führte.
Mit 15 Jahren wechselte ich dann in die HAK Schärding. Die Umstellung, einen neuen Freundeskreis in der Schule zu haben, fiel mir nicht besonders schwer, da der Kontakt mit meinen Kollegen aus der Hauptschule noch weiterhin bestand. Es begann die Zeit des Ausgehens und ich glaube spätestens zu diesem Zeitpunkt habe ich mich endgültig von meinen Eltern abgenabelt. Sie fragten sich auch nicht mehr „Wie bringen sie mich wohin?“ sondern eher „Komme ich rechtzeitig nach Hause?“.