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Auf den Übergang von der Kindheit ins Jugendalter erinnere ich mich eher ungern, da ich meinen Eltern wohl ziemlich viele Sorgen bereitet habe. Bis zum Ende der Volksschule war ich laut Erzählungen ein sehr braves Kind. Ab der 2. Klasse Hauptschule änderte sich dies jedoch in so mancher Hinsicht. Ich wurde speziell meinen Eltern gegenüber sehr aufmüpfig, rebellierte gegen jede Regel und war darauf konzentriert genau das Gegenteil von dem zu tun, was meine Eltern von mir wollten. Trotzdem, aus mir unersichtlichen Gründen, wurde mir von nun an mehr und mehr Verantwortung übertragen. Ich durfte von nun an auch abends allein auf meinen kleinen Bruder aufpassen und wir mussten nicht immer bei den Großeltern übernachten. Wie man sich vorstellen kann genossen wir unsere „sturmfreie Bude“. Allerdings hieß mehr Verantwortung auch die alleinige Verantwortung für beispielsweise ein ordentliches Zimmer, was wiederum Stoff für Streitigkeiten lieferte.
Meine Freundinnen rückten im Hauptschulalter immer mehr in den Vordergrund. Weltbewegende Probleme wie: „Wer „geht“ gerade mit wem?“ oder „Welche Popband ist nun die Beste?“ beschäftigten uns. Ich erinnere mich noch gut als Robbie Williams die Band „Take That“ verlassen hat ich war glaub ich kurz vor einer Depression. Im Nachhinein gesehen wundert es mich, dass meine Eltern so geduldig durchhielten.
Im Alter von 12 Jahren wurde ich auch Mitglied der Katholischen Jugend. Unsere Gruppe traf sich an jedem zweiten Samstag Nachmittag zur Jugendstunde. Wir behandelten alle möglichen Themen, sowohl kirchliche als auch sämtliche Themengebiete die uns bewegten und interessierten. Wir waren eine Gruppe von ca. 15 Personen, die sich übrigens bis heute als mein engster Freundeskreis gehalten hat. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und meine Jugendzeit glaube ich ein wenig erleichtert.
Gegen Ende der Hauptschule, also mit ca. 14 Jahren fand dann auch meine rebellische Phase wieder ihren Ausklang und ich wurde für meine Eltern wieder ein etwas erträglicherer Mitbewohner. Auch wenn mein Dickschädel noch ab und zu an den Dickschädel meines Vaters prallte, so war im Großen und Ganzen doch wieder die Familie wichtigster Bezugspunkt. Ich erkannte, dass es leichter war mit den Eltern als gegen sie zu arbeiten, und dass außerdem nicht alle ihre Einstellungen so veraltet waren wie ich dachte.
Im Nachhinein gesehen bin ich meinen Eltern sehr dankbar dafür, dass sie diese Zeit so geduldig und verständnisvoll ertragen haben und hoffe, dass meinen Kindern der Übergang leichter fällt winken