Übergänge … Von der Kindheit zur Jugend

Verantwortung und Kritik

Ich glaube meine bedeutendste Veränderung beim Übergang von der Kindheit zur Jugend war, dass ich begonnen habe selber Verantwortung für gewisse Dinge zu übernehmen.

In der Kindheit nimmt man vieles als „gegeben“ hin und das Leben wird überwiegend von den Eltern organisiert. Sie bestimmen größtenteils was man in den Ferien macht, welche Fernsehsendungen man sehen darf, wann man Freunde besuchen kann, welche Kleidung man trägt usw. Mit der Zeit aber habe ich begonnen vieles in Frage zu stellen, und mir wurde klar, dass es vorteilhaft und interessant ist selber Entscheidungen zu treffen. Diese Erkenntnis führte dazu, dass ich plötzlich selber über mein Leben bestimmen wollte. Man nimmt vieles nicht mehr als gegeben hin sondern begreift, dass die meisten Dinge selbst bestimmt werden können. Mit der Zeit fühlte ich mich in der Lage alle Entscheidungen selber zu treffen, was natürlich zu gewissen Konflikten und Problemen mit meinen Eltern und vor allem Lehrern führte.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich mich in der Schule oft gefragt habe, warum ich gewisse Dinge lernen muss, da sie mir meiner Meinung nach im späteren Leben nichts nützen würden (vor allem in Unterrichtsfächern wie Geschichte oder Musik). Es wurde auch oft ausgetestet wie viel „Kritik“ die verschiedenen Lehrer akzeptieren, was teilweise zu großen Problemen und im schlimmsten Fall zu einer Betragungsnote führte. Außerdem neigt man in diesen schwierigen Lebensabschnitt gerne dazu Autoritätspersonen (Eltern oder Lehrern) zu widersprechen, nach dem Motto: Nur meine eigene Meinung stimmt und ist richtig! Es zählen einfach andere Dinge in diesen schwierigen, aber wichtigen Lebensabschnitt.

Am Bauernhof und in der Natur

Im Leben eines jeden Menschen gibt es sehr viele verschieden Abschnitte und einer der wichtigsten davon ist zweifellos der Übergang von der Kindheit zur Jugend.

Im Rahmen der Aufgabenstellung habe ich sehr oft darüber nachgedacht wann dieser Prozess bei mir überhaupt stattgefunden hat, aber ich kann beim besten Willen nicht mehr sagen wie alt ich war. Sehr wohl kann ich mich aber daran erinnern, wie ich mich in dieser Phase meines Lebens gefühlt habe.

Ich war ein sehr aufgewecktes kleines Mädchen und war daher so oft wie möglich in der freien Natur um mich auszutoben. Einen Großteil meiner Kindheit verbrachte ich außerdem auf dem Bauernhof meine Onkels, wo man als Kind ein echtes Paradies vorfindet. Ohne der ständigen Aufsicht von Erwachsenen kann man beinahe alles machen wozu man Spaß hat, zum Beispiel im Heu Höhlen graben oder im Wald Häuser bauen.

Doch plötzlich kam eine Zeit in der ich keine Lust mehr hatte solchen Aktivitäten nachzugehen und ich fragt mich, was ich den ganzen Tag machen soll. Man merkt beim Spielen, dass man zu alt für gewisse Dinge ist und fühlt sich auch nicht mehr wohl dabei. Auf der anderen Seite weiß man aber auch noch nicht, wie ein neuer Tagesablauf auszusehen hat und welche Dinge nun wirklich Freude und Spaß machen. Erst nach einiger Zeit (ich weiß leider nicht wie lange) entdeckte ich, dass es nun andere Aktivitäten gibt, die altersgemäß sind und an denen ich auch wirklich Freude habe. Zum Beispiel begann ich mit meinen Freunden Sportvereine zu besuchen, um so unseren Bewegungsdrang zu stillen.

Im Großen und Ganzen ist es aber sicher eine sehr schwierige Zeit für jedes Kind und man sollte deshalb verstehen, wenn sich manch einer sonderbar verhält.


Zu weiteren Übergängen - Diesen Text diskutieren


Übergänge … Von der Kindheit zur Jugend


quellenangaben ::: impressumstangl.eu